1 Allgemeine Informationen
Objektbezeichnung:
 

NSG Berkelaue <LP Stadtlohn>

Objektkennung:
 

BOR-047

Schutzgebietstyp (Designation Type):
 

Nationaler Schutzgebietstyp (NationalDesignationType)
Gebietstyp: Naturschutzgebiet (DE02)

Schutzklassifizierung (Protection classification):
 

Naturschutz (natureConservation)

Schutzstatus:
 

NSG, bestehend

Verwaltungsgebiet (District):
 

Regierungsbezirk: Muenster
 

Kreis: Borken (Nuts-Code: DEA34)

 

Gemeinde: Stadtlohn

Digitalisierte Fläche (ha) / (Digitize area (in hectares)):
 

83,9924

Flächenanzahl:
 

1


Schutzziel:
 

Die Unterschutzstellung erfolgt

a) Zur Erhaltung und Wiederherstellung der oekologischen Funktionsfaehigkeit und -einheit
der Berkel und ihrer Aue als durchgaengige und oekologisch intakte Hauptachse eines
Biotopverbundes von landesweit ueberregionaler Bedeutung entsprechend dem Leitbild
des Fliessgewaessertyps sowie in seiner kulturlandschaftlichen Praegung,
b) Zur Erhaltung, Foerderung und Selbstentwicklung von Lebensgemeinschaften oder
Lebensstaetten bestimmter, zum Teil stark gefaehrdeter oder vom Aussterben bedrohter
wildlebender Pflanzen- und Tierarten, insbesondere von

- Wat-, Sumpf und Wasservoegeln, Wiesen und Weidevoegeln, Reptilien, Amphibien, Fischen,
Wasserorganismen, Libellen, und bestimmter, an diesen Lebensraum angepasster Saeugetiere
(z. B. Wasserfledermaus),
- seltenen, zum Teil stark gefaehrdeten Pflanzengesellschaften und Pflanzenarten der Gewaesser,
der Roehrichte, Grossseggenrieder und Hochstaudenfluren, des Feucht- und Nassgruenlandes
mit Flutrasen und Quellhorizonten, der Magerweiden und -wiesen, der Sandtrockenrasen sowie
der natuerlichen Vegetation von Weich- und Hartholzauen sowie Bruchwaeldern und Gehoelz-
bestaenden in der Aue, auf Ufersaeumen und auf den Talkanten mit Vermehrung der Erlen-
Eschenwaelder und Weichholzauenwaelder auf geeigneten Standorten durch natuerliche
Sukzession (Weichholzauenwald) oder Initialpflanzung von Gehoelzen der natuerlichen
Waldgesellschaft (Erlen-Eschenwald) sowie Erhaltung und Foerderung eines dauerhaften und
ausreichenden Anteils von Alt- und Totholz, insbesondere von Hoehlen- und Altbaeume,
c) Zur Erhaltung und Wiederherstellung einer naturnahen und durchgaengigen Flussauenlandschaft
mit Mindestwasserfuehrung und entsprechender Morphologie und unbeeintraechtigter Fliess-
gewaesserdynamik einschliesslich natuerlicher Steil- und Flachufer, Uferabbruechen, Auskolkungen
und offenen Sand-/ Schlick- und Substratablagerungen, insbesondere durch Selbstentwicklung und
Entfesselung des Gewaessers,
d) Aus naturwissenschaftlichen, erdgeschichtlichen und landeskundlichen Gruenden,
e) Wegen der Seltenheit, besonderen Eigenart, Vielfalt, Schoenheit und Unersetzbarkeit
des Gebietes,
f) Zur Abwehr schaedlicher Einwirkungen und negativer Veraenderung in der Talaue und zum
Schutz des Fliessgewaesser-Oekosystems sowie der Regelung von (Freizeit-) Nutzungen,
g) Zur Bewahrung und Wiederherstellung eines guenstigen Erhaltungszustandes der natuerlichen
Lebensraeume und wildlebenden Tier- und Pflanzenarten von gemeinschaftlichem Interesse
gemaess Artikel 4 Abs. 4 i.V. m. Artikel 2 der Richtlinie 92/43/EWG des Rates zur Erhaltung der
natuerlichen Lebensraeume sowie der wildlebenden Tier und Pflanzen (FFH-Richtlinie) vom 21.05.1992.
Hierbei handelt es sich um

1) die folgenden natuerlichen Lebensraeume von gemeinschaftlichem Interesse gemaess Anhang I der
FFH-Richtlinie als massgebliche Bestandteile des Gebietes i.S. des Paragraph 48 d Abs. 4 LG NW:

- Fliessgewaesser mit Untwerwasservegetation (Lebensraumtyp 3260),
- Fluesse mit Schlammbaenken und einjaehriger Vegetation (Lebensraumtyp 3270),
- Feuchte Hochstaudenfluren (Lebensraumtyp 6430),
- Erlen-Eschenwaelder und Weichholzauenwaelder (Lebensraumtyp 91EO, Prioritaerer Lebensraum),

2) sowie um folgende Arten von gemeinschaftlichem Interesse gemaess Anhang II der FFH-Richtlinie
als massgebliche Bestandteile des Gebietes im Sinne des Paragraph 48 d Abs. 4 LG NW

- Groppe,
- Bachneunauge,

3) Ausserdem handelt es sich um Lebensraeume fuer folgende im Schutzgebiet vorkommende
Vogelarten gemaess Artikel 4 der Richtlinie 79/409/EWG des Rates vom 02.04.1979 ueber die
Erhaltung der wildlebenden Vogelarten (EG-Vogelschutzrichtlinie) als massgebliche Bestandteile
des Gebietes i.S. des Paragraph 48 d Abs. 4 LG NW:

Arten gemaess Anhang I der Richtlinie:

- Eisvogel,
- Wachtelkoenig,

Arten, die nicht im Anhang I der Richtlinie aufgefuehrt sind:

- Bekassine,
- Pirol,
- Kiebitz,

h) Wegen der Bedeutung der Berkel im Gebietsnetz Natura 2000:

1) Fuer die Lebensraeume von gemeinschaftlichem Interesse gemaess Anhang I der
FFH-Richtlinie:

- Natuerliche eutrophe Seen (Lebensraumtyp 3150),
- Glatthafer- und Wiesenkopf-Silgenwiesen (Lebensraumtyp 6510),
- Stieleichen-Hainbuchenwaelder (Lebensraumtyp 9160),

2) sowie fuer folgende Arten gemaess Artikel 4 der EG-Vogelschutzrichtlinie:

Arten gemaess Anhang I der Richtlinie:

- Schwarzspecht,
- Wespenbussard,

Arten, die nicht gemaess Anhang I der Richtlinie aufgefuehrt sind:

- Teichrohrsaenger,
- Wiesenpieper,
- Schwarzkehlchen,

i) Zur Erhaltung und Entwicklung folgender, in ihrer natuerlichen Vergesellschaftung schuetzenswerten Biotope:

- Feucht- und Nassgruenland und deren Brachen (Paragraph 62-Biotop) auch als Lebensraum von
Wiesenpieper und Kiebitz,
- Roehrichte und Grossseggenrieder (Paragraph 62-Biotop) auch als Lebensraum des Teichrohrsaengers,
- Bruchwaelder (Paragraph 62-Biotop) auch als Lebensraum des Pirols,
- Naturnahe Kleingewaesser (Paragraph 62-Biotop) auch als Lebensraum des Laubfrosches,

j) Zur Sicherung und Umsetzung der langfristigen Zielsetzung fuer den Schutz und die Entwicklung
der Lebensraumtypen und Arten:

1) Fuer Fliessgewaesser mit Unterwasservegetation (Lebensraumtyp 3260), fuer Fluesse mit Schlammbecken
und einjaehriger Vegetation (Lebensraumtyp 3270) und fuer feuchte Hochstaudenfluren (Lebensraumtyp 6430)
sowie fuer Groppe, Bachneunauge und Eisvogel (Lebensraumtypen und Arten, die fuer die Meldung des
Gebietes ausschlaggebend sind):

- Erhaltung und Entwicklung der naturnahen Strukturen und der Dynamik des Fliessgewaessers mit seiner
typischen Vegetation und Fauna entsprechend dem Leitbild des Fliessgewaessertyps,
- Erhaltung und Entwicklung der Durchgaengigkeit des Fliessgewaessers fuer seine typische Fauna wie
beispielsweise Groppe und Bachneunauge im gesamten Verlauf,
- Erhaltung und Entwicklung der typischen Strukturen und Vegetation in der Aue, Rueckbau von
Uferbefestigungen,
2) Fuer Erlen-Eschenwaelder und Weichholzauenwaelder (Lebensraumtyp 91EO, Prioritaerer Lebensraum)
und Stieleichen-Hainbuchenwaelder (Lebensraumtyp 9160), auch als Lebensraum fuer den Pirol
(Lebensraumtypen und Arten, die darueber hinaus fuer das Netz Natura 2000 bedeutsam sind):

- Erhalt und Entwicklung der Erlen- und Eschenwaelder und Weichholzauenwaelder mit ihrer
typischen Fauna und Flora in ihren verschiedenen Entwicklungsstufen/Altersphasen und ihrer
standoertlich typischen Variationsbreite, Gebuesch- und Staudenfluren.


2 Verwaltungstechnische Informationen
Objektbezeichnung:
 

NSG Berkelaue <LP Stadtlohn>

Objektkennung:
 

BOR-047

Verwaltungsgebiet (District):
 

Regierungsbezirk: Muenster
 

Kreis: Borken (Nuts-Code: DEA34)

 

Gemeinde: Stadtlohn

Digitalisierte Fläche (ha) / (Digitize area (in hectares)):
 

83,9924

Flächenanzahl:
 

1

Offizielle Fläche (ha) / (Official area (in hectares)):
 

84,0000


TK25, Quadrant, Vierteilquadrant:
 

4007, Q2, VQ1 / 4007, Q2, VQ2

Gebietskoordinate (x-, y-coordinate):
 

R: 2564193 / H: 5762531

Digitalisiermaßstab (Digitize scale):
 

1:5.000


Verfahrensstand:
 

LP rechtskraeftig

Gültigkeit:
 

Inkraft seit: 2002, Inkraft: 2005, Ausserkraft: 9999

Arbeitsplanung:
 

FFH-Gebietsvorschlag (DE-4008-301)

Amtsblatt / LP:
 

Amtsblatt alt, 09.08.2002 / LP Stadtlohn, 16.02.2005

Bearbeitung:
 

Mitarbeiter(-in) des LANUV:
 

LANUV

Kartierung / Bearbeitung:
 

OZ

 

Datum: 28.09.2000, Fortschreibung (BK-4007-902)

Allgemeine Bemerkungen:
 

Die Flaeche des NSG "Berkelaue" mit der urspruenglichen Kennung BOR-065 ( durch VO gesichert) ist durch
die Rechtskraft der zwei LP Gescher und Stadtlohn verkleinert worden. Das Naturschutzgebiet "Berkelaue"
ausserhalb des Geltungsbereiches des Landschaftsplanes Stadtlohn ist ueber Verordnung vom 09.08.2002
festgesetzt.
Das Naturschutzgebiet "Berkelaue" ausserhalb des Geltungsbereiches des Landschaftsplanes
Stadtlohn ist weiterhin ueber Verordnung vom 09.08.2002 festgesetzt.
Geometrie an Dig. Grenzen vom Kreis angepasst. (Dig. Juni 2010).


3 Link auf externe Dokumente
Link(s): :
 

http://www.naturschutzinformationen-nrw.de/legaldocs/LP Stadtlohn_Text.pdf