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Die Unterschutzstellung erfolgt
a) Zur Erhaltung und Wiederherstellung der oekologischen Funktionsfaehigkeit und -einheit der Berkel und ihrer Aue als durchgaengige und oekologisch intakte Hauptachse eines Biotopverbundes von landesweit ueberregionaler Bedeutung entsprechend dem Leitbild des Fliessgewaessertyps sowie in seiner kulturlandschaftlichen Praegung, b) Zur Erhaltung, Foerderung und Selbstentwicklung von Lebensgemeinschaften oder Lebensstaetten bestimmter, zum Teil stark gefaehrdeter oder vom Aussterben bedrohter wildlebender Pflanzen- und Tierarten, insbesondere von
- Wat-, Sumpf und Wasservoegeln, Wiesen und Weidevoegeln, Reptilien, Amphibien, Fischen, Wasserorganismen, Libellen, und bestimmter, an diesen Lebensraum angepasster Saeugetiere (z. B. Wasserfledermaus), - seltenen, zum Teil stark gefaehrdeten Pflanzengesellschaften und Pflanzenarten der Gewaesser, der Roehrichte, Grossseggenrieder und Hochstaudenfluren, des Feucht- und Nassgruenlandes mit Flutrasen und Quellhorizonten, der Magerweiden und -wiesen, der Sandtrockenrasen sowie der natuerlichen Vegetation von Weich- und Hartholzauen sowie Bruchwaeldern und Gehoelz- bestaenden in der Aue, auf Ufersaeumen und auf den Talkanten mit Vermehrung der Erlen- Eschenwaelder und Weichholzauenwaelder auf geeigneten Standorten durch natuerliche Sukzession (Weichholzauenwald) oder Initialpflanzung von Gehoelzen der natuerlichen Waldgesellschaft (Erlen-Eschenwald) sowie Erhaltung und Foerderung eines dauerhaften und ausreichenden Anteils von Alt- und Totholz, insbesondere von Hoehlen- und Altbaeume, c) Zur Erhaltung und Wiederherstellung einer naturnahen und durchgaengigen Flussauenlandschaft mit Mindestwasserfuehrung und entsprechender Morphologie und unbeeintraechtigter Fliess- gewaesserdynamik einschliesslich natuerlicher Steil- und Flachufer, Uferabbruechen, Auskolkungen und offenen Sand-/ Schlick- und Substratablagerungen, insbesondere durch Selbstentwicklung und Entfesselung des Gewaessers, d) Aus naturwissenschaftlichen, erdgeschichtlichen und landeskundlichen Gruenden, e) Wegen der Seltenheit, besonderen Eigenart, Vielfalt, Schoenheit und Unersetzbarkeit des Gebietes, f) Zur Abwehr schaedlicher Einwirkungen und negativer Veraenderung in der Talaue und zum Schutz des Fliessgewaesser-Oekosystems sowie der Regelung von (Freizeit-) Nutzungen, g) Zur Bewahrung und Wiederherstellung eines guenstigen Erhaltungszustandes der natuerlichen Lebensraeume und wildlebenden Tier- und Pflanzenarten von gemeinschaftlichem Interesse gemaess Artikel 4 Abs. 4 i.V. m. Artikel 2 der Richtlinie 92/43/EWG des Rates zur Erhaltung der natuerlichen Lebensraeume sowie der wildlebenden Tier und Pflanzen (FFH-Richtlinie) vom 21.05.1992. Hierbei handelt es sich um
1) die folgenden natuerlichen Lebensraeume von gemeinschaftlichem Interesse gemaess Anhang I der FFH-Richtlinie als massgebliche Bestandteile des Gebietes i.S. des Paragraph 48 d Abs. 4 LG NW:
- Fliessgewaesser mit Untwerwasservegetation (Lebensraumtyp 3260), - Fluesse mit Schlammbaenken und einjaehriger Vegetation (Lebensraumtyp 3270), - Feuchte Hochstaudenfluren (Lebensraumtyp 6430), - Erlen-Eschenwaelder und Weichholzauenwaelder (Lebensraumtyp 91EO, Prioritaerer Lebensraum),
2) sowie um folgende Arten von gemeinschaftlichem Interesse gemaess Anhang II der FFH-Richtlinie als massgebliche Bestandteile des Gebietes im Sinne des Paragraph 48 d Abs. 4 LG NW
- Groppe, - Bachneunauge,
3) Ausserdem handelt es sich um Lebensraeume fuer folgende im Schutzgebiet vorkommende Vogelarten gemaess Artikel 4 der Richtlinie 79/409/EWG des Rates vom 02.04.1979 ueber die Erhaltung der wildlebenden Vogelarten (EG-Vogelschutzrichtlinie) als massgebliche Bestandteile des Gebietes i.S. des Paragraph 48 d Abs. 4 LG NW:
Arten gemaess Anhang I der Richtlinie:
- Eisvogel, - Wachtelkoenig,
Arten, die nicht im Anhang I der Richtlinie aufgefuehrt sind:
- Bekassine, - Pirol, - Kiebitz,
h) Wegen der Bedeutung der Berkel im Gebietsnetz Natura 2000:
1) Fuer die Lebensraeume von gemeinschaftlichem Interesse gemaess Anhang I der FFH-Richtlinie:
- Natuerliche eutrophe Seen (Lebensraumtyp 3150), - Glatthafer- und Wiesenkopf-Silgenwiesen (Lebensraumtyp 6510), - Stieleichen-Hainbuchenwaelder (Lebensraumtyp 9160),
2) sowie fuer folgende Arten gemaess Artikel 4 der EG-Vogelschutzrichtlinie:
Arten gemaess Anhang I der Richtlinie:
- Schwarzspecht, - Wespenbussard,
Arten, die nicht gemaess Anhang I der Richtlinie aufgefuehrt sind:
- Teichrohrsaenger, - Wiesenpieper, - Schwarzkehlchen,
i) Zur Erhaltung und Entwicklung folgender, in ihrer natuerlichen Vergesellschaftung schuetzenswerten Biotope:
- Feucht- und Nassgruenland und deren Brachen (Paragraph 62-Biotop) auch als Lebensraum von Wiesenpieper und Kiebitz, - Roehrichte und Grossseggenrieder (Paragraph 62-Biotop) auch als Lebensraum des Teichrohrsaengers, - Bruchwaelder (Paragraph 62-Biotop) auch als Lebensraum des Pirols, - Naturnahe Kleingewaesser (Paragraph 62-Biotop) auch als Lebensraum des Laubfrosches,
j) Zur Sicherung und Umsetzung der langfristigen Zielsetzung fuer den Schutz und die Entwicklung der Lebensraumtypen und Arten:
1) Fuer Fliessgewaesser mit Unterwasservegetation (Lebensraumtyp 3260), fuer Fluesse mit Schlammbecken und einjaehriger Vegetation (Lebensraumtyp 3270) und fuer feuchte Hochstaudenfluren (Lebensraumtyp 6430) sowie fuer Groppe, Bachneunauge und Eisvogel (Lebensraumtypen und Arten, die fuer die Meldung des Gebietes ausschlaggebend sind):
- Erhaltung und Entwicklung der naturnahen Strukturen und der Dynamik des Fliessgewaessers mit seiner typischen Vegetation und Fauna entsprechend dem Leitbild des Fliessgewaessertyps, - Erhaltung und Entwicklung der Durchgaengigkeit des Fliessgewaessers fuer seine typische Fauna wie beispielsweise Groppe und Bachneunauge im gesamten Verlauf, - Erhaltung und Entwicklung der typischen Strukturen und Vegetation in der Aue, Rueckbau von Uferbefestigungen, 2) Fuer Erlen-Eschenwaelder und Weichholzauenwaelder (Lebensraumtyp 91EO, Prioritaerer Lebensraum) und Stieleichen-Hainbuchenwaelder (Lebensraumtyp 9160), auch als Lebensraum fuer den Pirol (Lebensraumtypen und Arten, die darueber hinaus fuer das Netz Natura 2000 bedeutsam sind):
- Erhalt und Entwicklung der Erlen- und Eschenwaelder und Weichholzauenwaelder mit ihrer typischen Fauna und Flora in ihren verschiedenen Entwicklungsstufen/Altersphasen und ihrer standoertlich typischen Variationsbreite, Gebuesch- und Staudenfluren.
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