1 Allgemeine Informationen
Objektbezeichnung:
 

NSG Obere Ahr mit Muehlheimer Bach, Reetzer Bach und Muehlenbachsystem

Objektkennung:
 

EU-095

Schutzgebietstyp (Designation Type):
 

Nationaler Schutzgebietstyp (NationalDesignationType)
Gebietstyp: Naturschutzgebiet (DE02)

Schutzklassifizierung (Protection classification):
 

Naturschutz (natureConservation)

Schutzstatus:
 

NSG, bestehend

Verwaltungsgebiet (District):
 

Regierungsbezirk: Koeln
 

Kreis: Euskirchen (Nuts-Code: DEA28)

 

Gemeinde: Blankenheim

Digitalisierte Fläche (ha) / (Digitize area (in hectares)):
 

666,5789

Flächenanzahl:
 

35


Schutzziel:
 

Die Festsetzung als Naturschutzgebiet erfolgt gemäß § 20 Buchstaben a, b, c und 48 c LG NW
insbesondere
- wegen der Bedeutung eines großen Teils des Gebietes für die Errichtung eines zusam-
menhängenden ökologischen Netzes besonderer Schutzgebiete in Europa (Natura 2000),

- zur Erhaltung und Entwicklung folgender natürlicher Lebensräume von gemeinschaftlichem
Interesse gemäß Anhang I der FFHRichtlinie:
- planarer bis submontaner Fließgewässer mit Unterwasservegetation (3260),
- Formationen von Juniperus communis auf Kalkheiden und -rasen (5130),
- Naturnahe Kalk-Trockenrasen und deren Verbuschungsstadien (Festuco-Brometalia),
besonders Bestände mit bemerkenswerten Orchideen, (6210, Prioritärer Lebensraum),
- Submediterrane Halbtrockenrasen (Mesobromion) (6212),
- artenreiche, magere Flachlandmähwiesen (6510) mit ihrer charakteristischen Vegetation
und Fauna,
- mesophile Bergmähwiesen (6520) in montaner Lage mit ihrer charakteristischen Vegetation
und Fauna,
- feuchte Hochstaudenfluren (6430) und Waldsäume,
- Auenwälder (91EO, Prioritärer Lebensraum) mit Alnus glutinosa und Fraxinus excelsior (Alno-
Padion, Salicion albae),
- großflächig zusammenhängender, naturnaher, meist kraut- und geophytenreicher Waldmeister-
Buchenwälder (9130),
- Sternmieren-Eichen-Hainbuchenwälder (9160) (Stellario-Carpinetum),
- Labkraut-Eichen-Hainbuchenwald (9170) (Galio-Carpinetum),
- Schlucht- und Hangmischwälder (9180, Prioritärer Lebensraum) (Tilio-Acerion),
- Kalkfelsen mit Felsspaltvegetation (8210).

- zur Erhaltung und Entwicklung der folgenden Lebensräume, die darüber hinaus Bedeutung
für das Gebietsnetz Natura 2000 haben:
- Hainsimsen-Buchenwälder (9110) (Luzulo-Fagetum).

- zur Erhaltung der folgenden wildlebenden Tierarten von gemeinschaftlichem Interesse
gemäß Anhang II und IV der FFH-Richtlinie:
- Skabiosen-Scheckenfalter (1065)
- Bachneunauge (1096)
- Groppe (1163),
- Teichfledermaus (1318),
- Bechsteinfledermaus (1323),
- Großes Mausohr (1324).

- zur Erhaltung und Entwicklung der Population folgender nach der EG-Vogelschutzrichtlinie
geschützten Art,
- Wespenbussard (A072)
- Rotmilan (A074),
- Wachtelkönig (A122),
- Uhu (A215),
- Eisvogel (A229),
- Wendehals (A233),
- Grauspecht (A234),
- Braunkehlchen (A275),
- Neuntöter (A338).

- zur Erhaltung des Lebensraumes der Wildkatze, insbesondere der Bachtäler als Wanderkorridor
im Verbreitungsgebiet.

- wegen seiner Funktion als Lebens-, Rückzugs- und Regenerationsraum für weitere nach der Roten
Liste in Nordrhein-Westfalen gefährdete, bedrohte und seltene Tier- und Pflanzenarten und deren
Lebensgemeinschaften, insbesondere Fledermäuse, Vogelarten (Schwarzspecht, Schwarzstorch),
Insektenarten (z.B. Schmetterlinge, Heuschrecken), Amphibien, Reptilien, Fische und Benthosorga-
nismen,

- zur Erhaltung und Wiederherstellung von natürlichen Fliessgewässersystemen und angrenzenden
Flächen mit Wasserpflanzengesellschaften, Erlen- und Weidenauenwäldern, Erlenbruchwäldern,
bachbegleitenden Gehölzbeständen, Hochstaudenfluren, Röhrichten, Klein- und Großseggenrie-
dern, Kleinstmooren, Quellen, Quellfluren, Kleingewässern, Nass- und Feuchtgrünland, nährstof-
farmen Grünlandflächen, artenreichen Glatthaferwiesen, Magerwiesen und -weiden, Kalktrocken-
und Kalkhalbtrockenrasen, Steinbrüchen, Felsfluren, wärmeliebenden Säumen und Gebüschen,
Grünlandbrachen, Ruderalfluren, Baumbeständen, Hecken, Obstwiesen, naturnahen Waldgesel-
lschaften,

- zur Erhaltung und Optimierung folgender nach § 62 LG NW geschützter Biotope:
- Quellbereiche,
- Fließgewässer,
- Nass- und Feuchtgrünland,
- Magerwiesen und -weiden,
- Trocken- und Halbtrockenrasen,
- Wälder und Gebüsche trockenwarmer Standorte,
- Auwälder,
- Felsen, Blockhalden,
- Höhlen, Stollen,

- wegen seiner Funktion als regional und überwiegend landesweit bedeutsame Biotopverbundfläche,

- wegen der besonderen Lage (teilweise) im Projektgebiet des Förderprogramms des Bundes
zur "Errichtung und Sicherung schutzwürdiger Teile von Natur und Landschaft mit gesamtstattlich
repräsentativer Bedeutung" (Projektgebiet "Ahr 2000"),

- wegen der Seltenheit, besonderen Eigenart und hervorragenden Schönheit
- eines als Muldental ausgebildeten naturnahen und stark mäandrierenden Mittelgebirgsbaches
und seiner Nebentäler mit Flach- und Steilufern, Geröll- und Kiesbänken, Kiesinseln, Altmäandern,
Auwaldresten, bachbegleitenden Gehölzbeständen und Hochstaudenfluren, Grünlandbrachen,
Magerwiesen, Feucht- und Nasswiesen, Seggenbeständen, Kleingewässern, Quellbereichen
und Quellsümpfen in den Talauen und angrenzenden artenreichen, vielfach mit Gebüschen und
Feldgehölzen durchzogenen, extensiv genutzten Hangwiesen und -weiden sowie Waldflächen in
den Talhängen,

- der ehemaligen Trasse der Ahrtalbahn mit einem Mosaik aus unterschiedlichen Biotoptypen
(Magerrasen, offenen Schotterflächen, Brückenbauwerken, waldartigen Gebüschen und einer
hohen strukturellen Vielfalt als Vernetzungs- und Rückzugsraum für zahlreiche wärmeliebende
Tier und Pflanzenarten,

- von artenreichen Kalkmagerrasen, Wacholderheiden, Kalktriften mit offenen Felspartien und
wärmeliebenden Gebüschen auf mitteldevonischen Kalken der Dollendorfer Kalkmulde an
den süd- bis südwestexponierten Ahrhängen bei Ahrhütte und Ahrdorf (z.B. Tuwaks-/Öhlsberg)
und an den Hängen südwestlich von Freilingen sowie der Rohrer Kalkmulde im Bereich des
Weilerbaches und Junkersberges,

- der durch das klüftige Karstgestein der Kalkmulden bedingten Ausbildung von Trockentälern
(z.B. Riemtal) mit temporärer Wasserführung,

- von seltenen und spezialisierten Tieren und Pflanzen in einer überregional bedeutsamen
Artenvielfalt,

- einer landwirtschaftlich geprägten Kulturlandschaft mit ihren naturräumlich typischen und histo-
risch gewachsenen Landschaftsstrukturen (z.B. bewachsenen Terrassenkanten) und Zeug-
nissen kulturhistorischer Nutzungsformen (z.B. Mühlengräben, Niederwälder, ehemalige
Kalkbrennerei, Eisenerzgruben),

- von charakteristischen Lebensräumen mit vollständigen Biotopausbildungen, einem hohen
Natürlichkeitsgrad und einer großen Struktur- und Biotopvielfalt, die einen hohen Verzahnungs-
grad mit anderen Biotoptypen aufweisen und einen Biotopverbund zwischen dem Urft-Ahr-
system bilden,

- aus wissenschaftlichen, landeskundlichen oder erdgeschichtlichen Gründen
- der geologischen Aufschlüsse und ehemaliger Steinbrüche aufgrund ihrer geowissenschaft-
lichen Bedeutung sowie ihrer Bedeutung als Lebensraum für Tiere und Pflanzen,

- zur Erhaltung geowissenschaftlich schutzwürdiger Objekte,


2 Verwaltungstechnische Informationen
Objektbezeichnung:
 

NSG Obere Ahr mit Muehlheimer Bach, Reetzer Bach und Muehlenbachsystem

Objektkennung:
 

EU-095

Verwaltungsgebiet (District):
 

Regierungsbezirk: Koeln
 

Kreis: Euskirchen (Nuts-Code: DEA28)

 

Gemeinde: Blankenheim

Digitalisierte Fläche (ha) / (Digitize area (in hectares)):
 

666,5789

Flächenanzahl:
 

35

Offizielle Fläche (ha) / (Official area (in hectares)):
 

666,9000


TK25, Quadrant, Vierteilquadrant:
 

5505, Q4, VQ2 / 5506, Q1, VQ3 / 5506, Q3, VQ1 / 5506, Q3, VQ2 / 5506, Q3, VQ3 / 5506, Q3, VQ4 / 5606, Q1, VQ2 / 5606, Q2, VQ1 / 5606, Q2, VQ3 / 5606, Q2, VQ4

Gebietskoordinate (x-, y-coordinate):
 

R: 2546751 / H: 5588322

Digitalisiermaßstab (Digitize scale):
 

1:5.000


Verfahrensstand:
 

LP rechtskraeftig

Gültigkeit:
 

Inkraft seit: 2003, Inkraft: 2007, Ausserkraft: 9999

Arbeitsplanung:
 

FFH-Gebietsvorschlag (DE-5605-302) / Betreuungsgebiet Biostation

Amtsblatt / LP:
 

Amtsblatt alt, 14.07.2003 / LP Blankenheim (08), 26.09.2007

Bearbeitung:
 

Mitarbeiter(-in) des LANUV:
 

LANUV

Kartierung / Bearbeitung:
 

OZ

 

Datum: 28.08.1996, Fortschreibung (BK-5506-026)

 

Datum: 28.08.1996, Fortschreibung (BK-5506-034)

 

Datum: 03.09.1996, Fortschreibung (BK-5506-019)

 

Datum: 03.09.1996, Fortschreibung (BK-5506-030)

 

Datum: 11.09.1996, Fortschreibung (BK-5506-007)

 

Datum: 11.09.1996, Fortschreibung (BK-5506-013)

 

Datum: 11.09.1996, Fortschreibung (BK-5506-021)

 

Datum: 15.09.1996, Fortschreibung (BK-5506-014)

 

Datum: 17.09.1996, Fortschreibung (BK-5606-012)

 

Datum: 26.09.1996, Fortschreibung (BK-5606-016)

 

Datum: 26.09.1996, Fortschreibung (BK-5606-023)

 

Datum: 26.09.1996, Fortschreibung (BK-5606-025)

 

Datum: 19.06.2002, Fortschreibung (BK-5606-300)

 

Datum: 03.09.2002, Fortschreibung (BK-5505-093)

 

Datum: 04.09.2002, Fortschreibung (BK-5506-040)

Allgemeine Bemerkungen:
 

Dig. Abgrenzung vom Kreis uebernommen.


3 Link auf externe Dokumente
Link(s): :
 

http://www.naturschutzinformationen-nrw.de/legaldocs/LP Blankenheim_Text.pdf
http://www.naturschutzinformationen-nrw.de/legaldocs/LP Blankenheim_Karte1.pdf
http://www.naturschutzinformationen-nrw.de/legaldocs/LP Blankenheim_Karte2.pdf
http://www.naturschutzinformationen-nrw.de/legaldocs/LP Blankenheim_Karte3.pdf
http://www.naturschutzinformationen-nrw.de/legaldocs/LP Blankenheim_Karte4.pdf