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Das Naturschutzgebiet "Mastberg und Weißenstein" wurde als Teil des FFH-Gebietes "Kalkbuchenwälder bei Hohenlimburg" (Natura 2000 Nr. DE - 4611-301) von der Bundesrepublik Deutschland der Europäischen Kommission gemeldet. Das FFH-Gebiet erstreckt sich zwischen Haßley, Herbeck, Holthausen und Hohen- limburg innerhalb eines Massenkalkzuges. In ihm kommen neben Waldmeister-Buchenwäldern auch größere Anteile an Orchideen-Buchenwäldern vor, die im Naturraum (D 38, Bergisches Land/Sauerland) selten und somit von hoher Bedeutung sind.
Im Bereich des Naturschutzgebietes kommen folgende Lebensraumtypen gemäß Anhang I der FFH-Richtlinie vor, die für die Meldung des Gebietes ausschlaggebend (A) oder darüber hinaus für das Gebietsnetz Natura 2000 von Bedeutung sind (B):
A:- Orchideen-Kalk-Buchenwald (9150) - Waldmeister Buchenwald (9139) - Trespen-Schwingel-Kalktrockenrasen (6210) B: - Schlucht- und Hangmischwälder (9180 prioritärer Lebensraum) - Kalkfelsen mit Felsspaltenvegetation (8210) - Nicht touristisch erschlossene Höhlen (8310)
Bezüglich der Verträglichkeit und Genehmigungsfähigkeit von Projekten innerhalb und außerhalb des FFH-Gebietes sind die Anforderungen der FFH-Richtlinie und die "Verwaltungsvorschrift zur An-wendung der nationalen Vorschriften zur Umsetzung der Richtlinien 92/43/EWG (FFH-RL) und 70/409/EWG (Vogelschutz-Richtlinie) (VV-FFH)" strikt zu beachten.
Im Gebiet sind auch folgende nach § 62 LG NRW geschützten Biotope vorhanden: - Wälder und Gebüsche trockenwarmer Standorte - Schlucht-, Block- und Hangschuttwälder - Felsen, Blockhalden, Höhlen und Stollen - Trocken- und Halbtockenrasen
Schutzzwek:
1. Zur Erhaltung und Wiederherstellung von Lebensgemeinschaften oder Lebensstaetten bestimmter wildlebender Pflanzen- und wildlebender Tierarten am Mastberg und am Weissenstein sowie überregional bedeutsamer Biotope seltener und gefährdeter sowie landschaftsraumtypischer wildle- bender Pflanzen- und wildlebender Tierarten. a) Erhalt und Entwicklung eines struktur- und altersheterogenen Laubwaldes auf Massenkalk einschliesslich der gut strukturierten Waldraender, typischen Kalk-Halbtrockenrasen,
b) Erhalt und Entwicklung der typischen Kalk-Halbtrockenrasen mit ihren charakteristischen Pflanzen- und Tierarten z. B. Echtes Laubkraut, Wirbeldost, Fliegen-Ragwurz, Zittergras, Kleiner Wiesenknpof, Waldeidechse, Nachtigall-Grashuepfer, verschiedene Tag- und Nachtfalter.
c) Erhalt und Foerderung der Felsklippen und Kalkfels-Formationen des Weissensteines mit typischer Felsvegetation,
d) Erhalt und Foerderung der Lebensgemeinschaften des "Barmer Teiches" mit ihren charakteristi- schen Pflanzen- und Tierarten z. B. Krauses Laichkraut, Sumpfwasserstern, Froschloeffel, Wasser- hahnenfuß, Erdkroete, Teichmolch, Alpenstrudelwurm, Quellschnecke.
e) Erhalt der Hoehlen und Kluefte im Massenkalk als Lebensraum fuer eine Vielzahl charakteristischer und zum Teil bedrohter Tierarten einschließlich ihrer mikroklimatischen Verhältnisse, ihres Wasser- haushalts und ihrer Höhlengewässer als Lebensraum für troglobionte (reine Höhlenbewohner) und troglophile (auch in Höhlen lebende) Tierarten.
f) Erhaltung und Entwicklung naturnaher basenreicher, meist kraut- und geophytenreicher Orchideen- Buchenwälder mit ihrer typischen Fauna in ihren verschiedenen Entwicklungsstufen/ Altersphasen und in ihrer standörtlichen typischen Variationsbreite, inklusive ihrer Vorwälder, Gebüsch- und Stau- denfluren sowie ihrer Waldränder.
g) Erhaltung und Entwicklung großflächigzusammenhängender, naturnaher, meist kraut- und geophytenreicher Waldmeister-Buchenwälder auf basenreichen Standorten mit ihrer typischen Fauna in ihren verschiedenen Entwicklungsstufen/Altersphasen und in ihrer standörtlichen typischen Variationsbreite, inklusive ihrer Vorwälder, Gebüsch- und Staudenfluren sowie ihrer Waldränder.
h) Erhaltung und Entwicklung naturnaher Schlucht- und Hangmischwälder in ihren verschiedenen Etwicklungsstufen/Altersphasen und in ihrer standörtlichen typischen Variationsbreite, inklusive ihrer Vorwälder, Gebüsch- und Staudenfluren.
i) Erhaltung und Entwicklung natürlicher und naturnaher Kalkfelsen mit ihrer typischen Vegetation und Fauna.
2 Aus wissenschaftlichen und erdgeschichtlichen Gruenden, wegen der ueberregionalen geologischen Bedeutung der Karstquelle am Fusse des Weissenstein sowie mehrerer, kleiner geologisch z.T. interes- santer Hoehlen (z.B. Mastberger Sandloch),
3 Wegen der besonderen Eigenart und der hervorragenden Schoenheit der hoch ueber der Lenneaue aufragenden Kalkkuppen "Weissenstein" und "Mastberg".
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