1 Allgemeine Informationen
Objektbezeichnung:
 

NSG Forst Bredelar / Obermarsberger Wald

Objektkennung:
 

HSK-373

Schutzgebietstyp (Designation Type):
 

Nationaler Schutzgebietstyp (NationalDesignationType)
Gebietstyp: Naturschutzgebiet (DE02)

Schutzklassifizierung (Protection classification):
 

Naturschutz (natureConservation)

Schutzstatus:
 

NSG, bestehend

Verwaltungsgebiet (District):
 

Regierungsbezirk: Arnsberg
 

Kreis: Hochsauerlandkreis (Nuts-Code: DEA57)

 

Gemeinde: Marsberg

Digitalisierte Fläche (ha) / (Digitize area (in hectares)):
 

479,8405

Flächenanzahl:
 

1


Schutzziel:
 

Schutzzweck:

- Erhaltung und Entwicklung unterschiedlicher, gut strukturierter Buchen- und Eichenwaldge-
sellschaften mit ihrem gesellschaftstypisch ausgeprägten Inventar an (tlw. gefährdeten) Tier-
und Pflanzenarten;
- Schutz der Ungestörtheit eines großflächigen, stillen und weitgehend ursprünglichen Wald-
gebietes im Zusammenhang mit angrenzenden Schutzfestsetzungen außerhalb dieses Plan-
gebietes für raumbeanspruchende Tierarten und wegen der Seltenheit solchen Landschafts-
erlebnisses;
- Sicherung der Kohärenz und Umsetzung des europäischen Schutzgebietssystems "Natura 2000"

DE-4518-305 FFH-Gebiet Bredelar, Stadtwald Marsberg und Fürstenberger Wald (Teilgebiet)

Schutzziele:

a) Schutzziele für Lebensraumtypen und Arten, die für die Meldung des Gebietes
ausschlaggebend sind:

Schutzziele/Maßnahmen für Erlen-Eschenwälder und Weichholzauenwälder (91E0, Prioritärer
Lebensraum):

Erhaltung und Entwicklung der Erlen-Eschenwälder und Weichholzauenwälder mit ihrer typischen
Fauna und Flora durch:

- Nutzungsaufgabe wegen der Seltenheit zumindest auf Teilflächen,
- naturnahe Waldbewirtschaftung unter Ausrichtung auf die natürliche Waldgesellschaft
einschließlich ihrer Nebenbaumarten sowie auf alters- und strukturdiverse Bestände und
Förderung der Naturverjüngung aus Arten der natürlichen Waldgesellschaft,
- Vermehrung der Erlen-Eschenwälder und Weichholzauenwälder auf geeigneten Stand-
orten durch natürliche Sukzession (Weichholzauenwald) oder ggfs. Initialpflanzung von Ge-
hölzen der natürlichen Waldgesellschaft (Erlen-Eschenwald),

- Erhaltung und Förderung eines dauerhaften und ausreichenden Anteils von Alt- und Totholz,
insbesondere von Höhlen- und Uraltbäumen
- Erhaltung/Entwicklung der lebensraumtypischen Grundwasser- und/oder Überflutungsver-
hältnisse
- Schaffung ausreichend grosser Pufferzonen zur Vermeidung bzw. Minimierung von
Nährstoffeinträgen,

Schutzziele/Maßnahmen für Hainsimsen-Buchenwälder (9110) und für Rauhfußkauz (Bruthabitat),
Schwarzstorch, Rotmilan ,Grauspecht und Schwarzspecht

Erhaltung und Entwicklung großflächig-zusammenhängender, naturnaher Hainsimsen-Buchen-
wälder mit ihrer typischen Fauna und Flora in ihren verschiedenen Entwicklungsstufen/Alters-
phasen und in ihrer standörtlichen typischen Variationsbreite, inklusive ihrer Vorwälder, Ge-
büsch- und Staudenfluren sowie ihrer Waldränder durch

- naturnahe Waldbewirtschaftung unter Ausrichtung auf die natürliche Waldgesellschaft
einschließlich ihrer Nebenbaumarten sowie auf alters- und strukturdiverse Bestände und
Förderung der Naturverjüngung aus Arten der natürlichen Waldgesellschaft,
- Erhaltung und Förderung eines dauerhaften und ausreichenden Anteils von Alt- und Totholz,
insbesondere von Großhöhlen- und Uraltbäumen,
- Förderung der natürlichen Entwicklung von Vor- und Pionierwaldstadien auf Sukzessions-
flächen,
- Vermehrung des Hainsimsen-Buchenwaldes durch den Umbau von mit nicht bodenständigen
Gehölzen bestandenen Flächen auf geeigneten Standorten (v.a. im weiteren Umfeld von
Quellbereichen oder Bachläufen)
- Nutzungsaufgabe auf Teilflächen,

b) Schutzziele für Lebensraumtypen und Arten, die darüber hinaus für das Netz Natura 2000
bedeutsam sind und/oder für Arten nach Anhang IV der FFH-Richtlinie

Schutzziele/Maßnahmen für Fließgewässer mit Unterwasservegetation (3260) und für Groppe
und Schwarzstorch (Nahrungshabitat):

Erhaltung und Entwicklung der naturnahen Strukturen und der Dynamik des Fließgewässers mit
seiner typischen Vegetation und Fauna entsprechend dem jeweiligen Leitbild des Fließge-
wässertyps, ggf. in seiner kulturlandschaftlichen Prägung durch

- Erhaltung und Wiederherstellung einer möglichst unbeeinträchtigten Fließgewässerdynamik,
- Erhaltung und Entwicklung der Durchgängigkeit des Fließgewässers für seine typische
Fauna im gesamten Verlauf,
- Schaffung von Pufferzonen,
- Erhaltung und Entwicklung der typischen Strukturen und Vegetation in der Aue,

Schutzziele/Maßnahmen für Mittelspecht:

Erhaltung und Förderung der Mittelspecht-Population durch

- Schutz geeigneter Lebensräume wie großflächige Eichenmischbestände,
- Förderung von Wäldern mit hohem Anteil alter bis uralter grobborkiger Laubbäume,
- Entwicklung totholzreicher alteichendominierter Wälder,
- Deutliche Erhöhung der Umtriebszeiten,
- Förderung von Totholzreichtum,
- Sicherung von Eichen mit totholzreichen Starkkronen.


2 Verwaltungstechnische Informationen
Objektbezeichnung:
 

NSG Forst Bredelar / Obermarsberger Wald

Objektkennung:
 

HSK-373

Verwaltungsgebiet (District):
 

Regierungsbezirk: Arnsberg
 

Kreis: Hochsauerlandkreis (Nuts-Code: DEA57)

 

Gemeinde: Marsberg

Digitalisierte Fläche (ha) / (Digitize area (in hectares)):
 

479,8405

Flächenanzahl:
 

1

Offizielle Fläche (ha) / (Official area (in hectares)):
 

480,1900


TK25, Quadrant, Vierteilquadrant:
 

4518, Q2, VQ3 / 4518, Q2, VQ4 / 4518, Q4, VQ1 / 4518, Q4, VQ2

Gebietskoordinate (x-, y-coordinate):
 

R: 2692935 / H: 5704999

Digitalisiermaßstab (Digitize scale):
 

1:5.000


Verfahrensstand:
 

LP rechtskraeftig

Gültigkeit:
 

Inkraft seit: 2006, Inkraft: 2008, Ausserkraft: 9999

Arbeitsplanung:
 

FFH-Gebietsvorschlag (DE-4518-305) / Betreuungsgebiet Biostation

Amtsblatt / LP:
 

LP Marsberg alt, 29.08.2006 (Offenlage) / LP Marsberg, 15.05.2008

Bearbeitung:
 

Mitarbeiter(-in) des LANUV:
 

LANUV

Allgemeine Bemerkungen:
 

Dig. Abgrenzung vom Kreis uebernommen.


3 Link auf externe Dokumente
Link(s): :
 

http://www.naturschutzinformationen-nrw.de/legaldocs/LP Marsberg_Text.pdf