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Schutzzweck:
- Erhaltung und Entwicklung unterschiedlicher, gut strukturierter Buchen- und Eichenwaldge- sellschaften mit ihrem gesellschaftstypisch ausgeprägten Inventar an (tlw. gefährdeten) Tier- und Pflanzenarten; - Schutz der Ungestörtheit eines großflächigen, stillen und weitgehend ursprünglichen Wald- gebietes im Zusammenhang mit angrenzenden Schutzfestsetzungen außerhalb dieses Plan- gebietes für raumbeanspruchende Tierarten und wegen der Seltenheit solchen Landschafts- erlebnisses; - Sicherung der Kohärenz und Umsetzung des europäischen Schutzgebietssystems "Natura 2000"
DE-4518-305 FFH-Gebiet Bredelar, Stadtwald Marsberg und Fürstenberger Wald (Teilgebiet)
Schutzziele:
a) Schutzziele für Lebensraumtypen und Arten, die für die Meldung des Gebietes ausschlaggebend sind:
Schutzziele/Maßnahmen für Erlen-Eschenwälder und Weichholzauenwälder (91E0, Prioritärer Lebensraum):
Erhaltung und Entwicklung der Erlen-Eschenwälder und Weichholzauenwälder mit ihrer typischen Fauna und Flora durch:
- Nutzungsaufgabe wegen der Seltenheit zumindest auf Teilflächen, - naturnahe Waldbewirtschaftung unter Ausrichtung auf die natürliche Waldgesellschaft einschließlich ihrer Nebenbaumarten sowie auf alters- und strukturdiverse Bestände und Förderung der Naturverjüngung aus Arten der natürlichen Waldgesellschaft, - Vermehrung der Erlen-Eschenwälder und Weichholzauenwälder auf geeigneten Stand- orten durch natürliche Sukzession (Weichholzauenwald) oder ggfs. Initialpflanzung von Ge- hölzen der natürlichen Waldgesellschaft (Erlen-Eschenwald),
- Erhaltung und Förderung eines dauerhaften und ausreichenden Anteils von Alt- und Totholz, insbesondere von Höhlen- und Uraltbäumen - Erhaltung/Entwicklung der lebensraumtypischen Grundwasser- und/oder Überflutungsver- hältnisse - Schaffung ausreichend grosser Pufferzonen zur Vermeidung bzw. Minimierung von Nährstoffeinträgen,
Schutzziele/Maßnahmen für Hainsimsen-Buchenwälder (9110) und für Rauhfußkauz (Bruthabitat), Schwarzstorch, Rotmilan ,Grauspecht und Schwarzspecht
Erhaltung und Entwicklung großflächig-zusammenhängender, naturnaher Hainsimsen-Buchen- wälder mit ihrer typischen Fauna und Flora in ihren verschiedenen Entwicklungsstufen/Alters- phasen und in ihrer standörtlichen typischen Variationsbreite, inklusive ihrer Vorwälder, Ge- büsch- und Staudenfluren sowie ihrer Waldränder durch
- naturnahe Waldbewirtschaftung unter Ausrichtung auf die natürliche Waldgesellschaft einschließlich ihrer Nebenbaumarten sowie auf alters- und strukturdiverse Bestände und Förderung der Naturverjüngung aus Arten der natürlichen Waldgesellschaft, - Erhaltung und Förderung eines dauerhaften und ausreichenden Anteils von Alt- und Totholz, insbesondere von Großhöhlen- und Uraltbäumen, - Förderung der natürlichen Entwicklung von Vor- und Pionierwaldstadien auf Sukzessions- flächen, - Vermehrung des Hainsimsen-Buchenwaldes durch den Umbau von mit nicht bodenständigen Gehölzen bestandenen Flächen auf geeigneten Standorten (v.a. im weiteren Umfeld von Quellbereichen oder Bachläufen) - Nutzungsaufgabe auf Teilflächen,
b) Schutzziele für Lebensraumtypen und Arten, die darüber hinaus für das Netz Natura 2000 bedeutsam sind und/oder für Arten nach Anhang IV der FFH-Richtlinie
Schutzziele/Maßnahmen für Fließgewässer mit Unterwasservegetation (3260) und für Groppe und Schwarzstorch (Nahrungshabitat):
Erhaltung und Entwicklung der naturnahen Strukturen und der Dynamik des Fließgewässers mit seiner typischen Vegetation und Fauna entsprechend dem jeweiligen Leitbild des Fließge- wässertyps, ggf. in seiner kulturlandschaftlichen Prägung durch
- Erhaltung und Wiederherstellung einer möglichst unbeeinträchtigten Fließgewässerdynamik, - Erhaltung und Entwicklung der Durchgängigkeit des Fließgewässers für seine typische Fauna im gesamten Verlauf, - Schaffung von Pufferzonen, - Erhaltung und Entwicklung der typischen Strukturen und Vegetation in der Aue,
Schutzziele/Maßnahmen für Mittelspecht:
Erhaltung und Förderung der Mittelspecht-Population durch
- Schutz geeigneter Lebensräume wie großflächige Eichenmischbestände, - Förderung von Wäldern mit hohem Anteil alter bis uralter grobborkiger Laubbäume, - Entwicklung totholzreicher alteichendominierter Wälder, - Deutliche Erhöhung der Umtriebszeiten, - Förderung von Totholzreichtum, - Sicherung von Eichen mit totholzreichen Starkkronen.
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