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Die Unterschutzstellung erfolgt a) zur Erhaltung, Entwicklung und Wiederherstellung landesweit bedeutsamer Lebensraeume und Lebensstaetten seltener und gefaehrdeter sowie landschaftsraumtypischer Tier- und Pflanzen- arten, insbesondere zur Erhaltung, Entwicklung und Pflege eines durch Kiesabgrabung entstan- denen großflaechigen Stillgewaessers im Niederungs- und Ueberschwemmungsbereich der Wieser mit naturnahen Uferstrukturen, ausgepraegten Flachufern, Inseln, Roehrichten, Uferge- hoelzzaeumen und vegetationsfreien Flaechen. Weitere Bestandteile des Naturschutzgebietes sind funktional mit dem Stillgewaesser verbun- denes, periodisch ueberflutetes, extensives Feuchtgruenland, Gruenlandbrachen, Hochstau- denfluren, Hecken und Weidengebuesche sowie sich entwickelnde Auwaldbereiche. Aufgrund der Biotopstrukturen, der besonderen raeumlichen Lage und der extensiven Nutzung besitzt das Gebiet eine ganzjaehrige, besondere Bedeutung als Nahrungs-, Brut-, Mauser-, Rast-, Durchzugs- und Ueberwinterungsgebiet vor allem fuer Wasser-, Wat- und Wiesenvoegel. Dabei hat der Bereich mit großen Stillgewaesser eine besondere Funktion als Schlaf- und Rückzugsgebiet für nordische Gänse und Schwäne sowie für Watvögel und ist besonders wertvoll als Rastgebiet für durchziehende Wiesenvögel. Das Gebiet stellt zudem einen wich- gen Nahrungsraum für die in der Umgebung brütenden Weißstörche dar und ist wertvoll für Amphibien. b) aus wissenschaftlichen, naturgeschichtlichen und landeskundlichen Gründen, c) wegen der Seltenheit, besonderen Eigenart und hervorragenden Schönheit der offenen, durch Grünland und Wasserflächen geprägten, weitläufigen Auenlandschaft im Naturraum der Mittel- weser, d) zum besonderen Schutz und zur Entwicklung der Lebensräume für die in diesem Teilbereich des Vogelschutzgebietes DE-351 9-401 "Weseraue" vorkommenden Vogelarten, insbeson- dere für die nach Artikel 4, Absatz 1 und 2 der Richtlinie 2009/147JEG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 30. November 2009 über die Erhaltung der wildlebenden Vogelarten (Abl. L 20 vom 26. Januar 2010, 5. 7) geschützten Arten. Davon sind folgende Arten für das Gebiet prägend: - Teichrohrsänger (Acrocephalus scirpaceus), - Flussuferläufer (Actitis hypoleucos), - Spießente (Anas acuta), - Löffelente (Anas clypeata), - Krickente (Anas crecca), - Pfeifente (Anas penelope), - Stockente (Anas platyrhynchos), - Knäkente (Anas querquedula), - Schnatterente (Anas strepera), - Graugans (Anser anser), - Blässgans (Anser albifrons), -aatgans (Anser fabalis), - Graureiher (Ardea cinerea), - Tafelente (Aythya ferina), - Reiherente (Aythya fuligula), - Nonnengans (Branta leucopsis), - Schellente (Bucephala clangula), - Flussregenpfeifer (Charadrius dubius), - Weißstorch (Cicoria cicoria), - Rohrweihe (Circus aeruginosus), - Zwergschwan (Cygnus columbianus bewicki), - Singschwan (Cygnus cygnus), - Blässhuhn (Fulica atra), - Bekassine (Gallinago gallinago), - Austernfischer (Haematopus ostralegus), - Sturmmöwe (Larus canus), - Gänsesäger (Mergus merganser), - Zwergsäger (Mergus serrator), - Kampfläufer (Philomachus pugnax), - Fischadler (Pandion haliaetus), - Haubentaucher (Podiceps cristatus), - Zwergtaucher (Podiceps ruficollis), - Wasserralle (Rallus aquaticus), - Flussseeschwalbe (Sterna hirundo), - Dunkler Wasserläufer (Tringa erythropus), - Bruchwasserläufer (Tringa glareola), - Grünschenkel (Tringa nebularia), - Waldwasserläufer (Tringa ochropus), - Rotschenkel (Tringa totanus) und - Kiebitz Vanellus vanellus).
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