1 Allgemeine Informationen
Objektbezeichnung:
 

NSG Elberndorfer Bachtal <VO>

Objektkennung:
 

SI-040

Schutzgebietstyp (Designation Type):
 

Nationaler Schutzgebietstyp (NationalDesignationType)
Gebietstyp: Naturschutzgebiet (DE02)

Schutzklassifizierung (Protection classification):
 

Naturschutz (natureConservation)

Schutzstatus:
 

NSG, bestehend

Verwaltungsgebiet (District):
 

Regierungsbezirk: Arnsberg
 

Kreis: Siegen-Wittgenstein (Nuts-Code: DEA5A)

 

Gemeinde: Hilchenbach

Digitalisierte Fläche (ha) / (Digitize area (in hectares)):
 

81,2905

Flächenanzahl:
 

1


Schutzziel:
 

Die Unterschutzstellung erfolgt

1. Zur Erhaltung, Herstellung und Wiederherstellung

a) des nahezu flaechig ausgebildeten Mosaiks von regional und ueberregional bedeutsamen
Biotopen seltener und gefaehrdeter sowie landschaftsraumtypischer Tier- und Pflanzenarten
innerhalb eines von Gruenland gepraegten und durch Hecken und Gehoelzgruppen reich
gegliederten, durchgaengigen Talsystems.
Das Gebiet zeichnet sich durch die enge Verzahnung von extensiv und nicht bewirtschafteten
Feucht- und Nassgruenlandbereichen, Kleinseggen- und Grossseggenrieden sowie
Magergruenland aus, welches im Gesamtkontext in dieser Grossflaechigkeit und Auspraegung
einzigartig ist. Eine weitere Besonderheit stellen die Uebergangsmoore mit einer hervorragenden
Repraesentanz fuer den Naturraum dar. Die Bedeutung des Gebietes wird durch den naturnahen,
weitgehend frei maeandrierenden Elberndorfer Bach unterstrichen.

In ihrer natuerlichen Vergesellschaftung sind insbesondere zu schuetzen:

- Magerwiesen und -weiden,
- Borstgrasrasen,
- Goldhaferwiesen,
- Calluna-Heiden,
- Nass- und Feuchtwiesen, insbesondere Pfeifengrasrasen,
- brachgefallenes Nass- und Feuchtgruenland sowie sonstige Gruenlandbrachen,
- Kleinseggen- und Grossseggenriede,
- Sumpfquellen sowie sonstige naturnahe Quellbereiche und Quellfluren,
- Suempfe, Quellmoore sowie Uebergangs- und Schwingrasenmoore,
- naturnahe Uferbereiche mit feuchten Hochstaudenfluren und Roehrichten,
- naturnahe Still- und Fliessgewaesser mit Kiesbetten als Laichsubstrat fuer Fische und
natuerlichen, ufernahen Feinsedimentablagerungen,
- die vorhandene Ufer- und Unterwasservegetaion,
- flechtenreiche, stillgelegte Silikatsteinbrueche,
- Bruchwaelder und deren Relikte,
- Bach-Erlen-Eschen-Waelder,
- Einzelbaeume, Baumgruppen, Gebuesche und Hecken sowie
- die Lebensraeume von Groppe, Bachneunauge, Eisvogel und Schwarzstorch.

b) von Lebensraeumen, die im Anhang I der FFH-Richtlinie aufgefuehrt sind. Soweit Lebensraeume
bedroht sind und ihre Erhaltung von besonderer Bedeutung ist, sind sie als prioritaer eingestuft.

Hierbei handelt es sich um:

- Fliessgewaesser mit Unterwasservegetion (3260),
- Borstgrasrasen im Mittelgebirge (6230, prioritaerer Lebensraum),
- Pfeifengraswiesen auf kalkreichen, torfigen und tonig-schluffigen Boeden (6410),
- Feuchte Hochstaudenfluren (6430),
- Berg-Maehwiesen (6250) sowie
- Uebergangs- und Schwingrasenmoore (7140).

2. Aufgrund der wissenschaftlichen Bedeutung des hervorragend ausgebildeten Gruenlandkomplexes
und aufgrund der Bedeutung des Elberndorfer Bachtales als eindrucksvollem Beispiel jahrhundertelanger
extensiver Landwirtschaft.
3. Wegen der Seltenheit und besonderen Eigenart des vielgestaltigen, offenen Mittelgebirgstales.

Das ueber die Geltungsdauer dieser Verordnung hinausgehende langfristige Ziel fuer die Wald-
flaechen ist die Entwicklung oder Wiederherstellung der fuer den Naturraum typischen Waldgesell-
schaften in ihren verschiedenen Entwicklungsstadien, einschliesslich der Alt- und Totholzphase,
und ihrer natuerlichen Strukturvielfalt. Die Naturverjuengung von Gehoelzarten der angestrebten
natuerlichen Waldgesellschaften soll Vorrang vor der Pflanzung haben und entsprechend
unterstuetzt werden. In Waeldern, die an Gewaesser und sonstige gegenueber Naehrstoffeintrag
empfindlichen Lebensraeume angrenzen, soll eine kontinuierliche Bestockung gefoerdert werden.
Soweit zum Schutz, zur Entwicklung und zur Wiederherstellung der Offenlandbiotope und Quellbereiche
erforderlich, sollen Nadelwaelder in Extensivgruenland oder Sukzessionsflaechen umgewandelt
werden.


2 Verwaltungstechnische Informationen
Objektbezeichnung:
 

NSG Elberndorfer Bachtal <VO>

Objektkennung:
 

SI-040

Verwaltungsgebiet (District):
 

Regierungsbezirk: Arnsberg
 

Kreis: Siegen-Wittgenstein (Nuts-Code: DEA5A)

 

Gemeinde: Hilchenbach

Digitalisierte Fläche (ha) / (Digitize area (in hectares)):
 

81,2905

Flächenanzahl:
 

1

Offizielle Fläche (ha) / (Official area (in hectares)):
 

110,0000


TK25, Quadrant, Vierteilquadrant:
 

4915, Q3, VQ3 / 5015, Q1, VQ1 / 5015, Q1, VQ2

Gebietskoordinate (x-, y-coordinate):
 

R: 2652265 / H: 5653826

Digitalisiermaßstab (Digitize scale):
 

1:5.000


Verfahrensstand:
 

VO rechtskraeftig

Gültigkeit:
 

Inkraft seit: 1996, Inkraft: 2004, Ausserkraft: 2024

Arbeitsplanung:
 

sonstige Planung / FFH-Gebietsvorschlag (DE-4915-301) / Betreuungsgebiet Biostation

Amtsblatt / LP:
 

Amtsblatt alt, 25.03.1996 / Amtsblatt, 12.09.2004

Bearbeitung:
 

Mitarbeiter(-in) des LANUV:
 

LANUV

Kartierung / Bearbeitung:
 

OZ

 

Datum: 14.08.1999, Fortschreibung (BK-4915-164)

 

Datum: 14.08.1999, Fortschreibung (BK-4915-905)

 

Datum: 14.08.1999, Fortschreibung (BK-5015-161)

Allgemeine Bemerkungen:
 

Dig. Abgrenzung vom Kreis uebernommen. (Dig. Maerz 2014).
Durch die Rechtskraft des LP "Erndtebrueck vom 21.12.2011 ist das alteNSG "Elberndorfer Bachtal"-VO-SI-040
kleiner geworden und setzt sich in der Stadt Erndtebrueck mi neuen Kennung SI-125 (LP) fort.


3 Link auf externe Dokumente
Link(s): :
 

http://www.naturschutzinformationen-nrw.de/legaldocs/VO_AR_2004_SI-040.pdf