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Die Schutzausweisung dient der Erhaltung und Optimierung dieses vielgestaltigen Kulturlandschaftskomplexes fuer artenreiche Lebensgemeinschaften und als Lebensstaette bestimmter wild lebender Tier- und Pflanzenarten, insbesondere fuer Voegel als Brut-, Nahrungs-, Rast- und Ueberwinterungsstaette und damit dem Schutz eines Teils des europaeischen oekologischen Netzes "Natura 2000". Mit der Schutzausweisung verbunden sein soll aber auch die Wiederherstellung oder Entwicklung bereits abgegangener oder abgaengiger hochwertiger Lebens- raeume und Lebensgemeinschaften zur nachhaltigen Sicherung oder Verbesserung der Leistungsfaehigkeit des Naturhaushalts und des hohen Erlebniswertes fuer die naturbezogene Erholung des Menschen. Aus den vorgenannten Schutzgruenden ergeben sich folgende Planungsziele:
- Erhaltung des durch Binnenduenen, Terrassenabfall mit Trockenrinnen, Altabgrabungen und Splitterschutzwaellen gepraegten Gelaendereliefs, - Erhaltung, Optimierung und Wiederherstellung typisch ausgebildeter Sandtrockenrasen in komplexer Verzahnung mit Heiden und trockenen Kiefernmischwaeldern, - Initiierung oder Foerderung flugsanddynamischer Prozesse zur Optimierung der Sandtrockenrasen auf Binnenduenen, - Erhaltung, Optimierung und Wiederherstellung artenreicher Borstgrasrasen mit ihrer charakteristischen Vegetation und Fauna, - Erhaltung und Entwicklung von Flutrasen, - Erhaltung, Optimierung und Wiederherstellung typischer Heiden und Feuchtheiden als Lebensraum fuer Voegel und Amphibien, - Erhaltung und Entwicklung naturnaher Eichenwaelder auf bodensauren Standorten, teilweise in Mischung mit Kiefer und/oder Buche mit ihrer typischen Fauna und Flora und in ihren verschiedenen Entwicklungsstufen einschliesslich ihrer Vorwaelder, Gebuesch- und Staudenfluren und in ihrer typischen standoertlichen Variationsbreite, - Entwicklung alters- und strukturdiverser, naturnaher,bodenstaendiger Laub- und Mischwaldbestaende vorzugsweise durch Naturverjuengung aus Arten der natuerlichen Waldgesellschaften und Foerderung von Nebenbaumarten, - Erhaltung und Entwicklung von Alt- und Totholz, insbesondere Hoehlenbaeumen als Lebensraum fuer Fledermaeuse u.a., - Erhaltung und Entwicklung von Vernetzungsstrukturen zum Aufbau eines oekologischen Verbundsystems, - Entwicklung eines Wegesystems zur nachtraeglichen Lenkung des Erholungsverkehrs.
Das Naturschutzgebiet ist bis auf den Bereich "Holterheide" und die Flaeche noerdlich der L 373 (Ruine Diergardshof) Teil eines FFH-Gebietes DE-4702-302 "WAelder und Heiden bei Brueggen- Bracht" und damit einer der oekologisch hochwertigen Kernbereiche im EG Vogelschutzgebiet DE-4603-401 "Schwalm-Nette-Platte mit Grenzwald und Meinweg". Die "Holterheide" und die Flaeche noerdlich der L 373 (Ruine Diergardshof) werden durch das vorgenannte VSG abgedeckt. FUer die Meldung des Gebiets ausschlaggebend sind folgende Lebensraeume bzw. -gemeinschaften:
- Offene Grasflaechen mit Silbergras (Corynephorus) und Straussgras (Agrostis) auf Binnenduenen (2330)
Anteil (%) am FFH-Gebiet : < 1
Repraesentativitaet : B Relative Flaeche : C Erhaltungszustand : B Gesamtbeurteilung : B
- Borstgrasrasen im Mittelgebirge, (prioritaerer Lebensraum,6230)
Anteil (%) am FFH-Gebiet : < 1
Repraesentativitaet : C Relative Flaeche : C Erhaltungszustand : C Gesamtbeurteilung : C
- Feuchtheiden (4010)
Anteil (%) am FFH-Gebiet : < 1
Repraesentativitaet : A Relative Fläche : C Erhaltungszustand : B Gesamtbeurteilung : B
- Trockene Heiden (4030)
Anteil (%) am FFH-Gebiet : 14
Repraesentativitaet : A Relative Flaeche : C Erhaltungszustand : A Gesamtbeurteilung : A
Das FFH-Gebiet hat darueber hinaus im Gebietsnetz "Natura 2000" und/oder fuer Arten des Anhanges IV der FFH-Richtlinie Bedeutung fuer:
- Alte Eichenwaelder auf Sand (9190), - Blaukehlchen (Brutvogel), - Schwarzkehlchen (Brutvogel), - Ziegenmelker (Brutvogel), - Heidelerche (Brutvogel), - Schwarzspecht (Brutvogel), - Wespenbussard (Brutvogel), - Baumfalke (Brutvogel), - Bekassine (Brutvogel), - Pirol (Brutvogel), - Gartenrotschwanz (Brutvogel), - Uferschwalbe (Brutvogel), - Kreuzkroete, - Zauneidechse, - Schlingnatter,
Zusaetzlich werden im Gebiet folgende, teilweise seltene und gefaehrdete Tierarten in z.T. grossen Populationen nachgewiesen: Sperber, Habicht, Waldschnepfe, Hohltaube,Gruenspecht, Kleinspecht, Dorngrasmuecke, Steinschmaetzer, Teichrohrsaenger, Flussregenpfeifer,Neuntoeter, Nachtigall, Erlenzeisig, Fichtenkreuzschnabel, Langflueglige Schwertschrecke,Kurzfluegliche Beissschrecke, Feldgrille, Verkannter Grashuepfer, Kurzflueglige Schwertschrecke, Gemeine Sichelschrecke, Rostbraunes Ochsenauge, Kleiner Weinschwaermer,Kiefernspinner, Erlensichler, Samteule, Purpurspanner, Seladoneule, Marbeleule,Eichenglucke, Hummerschwaermer, Kleespinner, Heide-Gruenwidderchen, Argus-Blaeuling, C-Falter, Schwalbenschwanz, Rostbinde, Schreck-Tageule, Birkenspinner, Eichenspinner,Kleiner Blaupfeil, Westliche Keiljungfer, Torf-Mosaikjungfer, Kleine Pechlibelle,Spaete Adonislibelle, Federlibelle, Gebaenderte Prachtlibelle, Gemeine Winterlibelle. Im Gebiet wurden folgende seltene und gefaehrdete Pflanzenarten nachgewiesen:
mehrere Torfmoosarten, Kleinfruechtiger Acker-Frauenmantel, Begranntes Ruchgras, Sandsegge, Silbergras, Graue Glockenheide,Englischer Ginster, Haar-Ginster, Sparrige Binse, Keulen-Baerlapp, Borstgras, Quendel-Kreuzbluemchen, Fruehlings-Spoergel, Bauernsenf, Hunds-Veilchen, Wicken-Flatterbinse,Fruehe Haferschmiele, Zwerg-Filzkraut, Wacholder, Sumpf-Veilchen, Eselsdistel, Tannen-Baerlapp, Ginster-Sommerwurz, Kleines Wintergruen und Nelken-Haferschmiele.
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